tierversuche

Das FrlMenke.de-Team möchte diese Seite nutzen, um ein paar Informationen über Tierversuche zu veröffentlichen. Leider beschäftigen sich immer noch viel zu wenige Menschen mit diesem Thema, so dass jedes Jahr nach wie vor Millionen Tiere qualvoll sterben müssen.

Zunächst ein paar wichtige Statistiken:

>Alleine in Deutschland sterben pro Jahr mehr als 2 Millionen Tiere qualvoll durch Tierversuche.

Leider sind die Zahlen sogar steigend. Im Jahr 2008 waren sogar 2,6 Millionen Tiere!

Darunter befinden sich alle Arten von Tieren: Zum Beispiel Hunde (~5.000 pro Jahr), Katzen (~800 pro Jahr), Pferde (~2.500 pro Jahr), Affen (~2.500 pro Jahr), Kaninchen, Schweine, Rinder und so weiter.

Europaweit sind es sogar mehrhr als 12 Millionen Tiere werden PRO JAHR.

 

Was man über Tierversuche wissen sollte

Viele der nachfolgenden Fragen haben wir mit Hilfe des Buchs Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten von Dr. Corina Gericke beantwortet. Sobald durch Anführungszeichen angegeben, zitieren wir direkt aus diesem Buch.

 

Sind Tierversuche überhaupt nützlich für uns?

Die allerwichtigste Frage ist in der Tat: Welchen Nutzen ziehen wir aus Tierversuchen?
Dazu nachfolgend einige Beispiele, die belegen, wie nutzlos Tierversuche tatsächlich sind.

92% der tierversuchserprobten neuen Medikamente versagen beim Menschen!
Und von den 8% der Wirkstoffe, die eine Zulassung erhalten, wird die Hälfte später wieder vom Markt genommen, weil sich beim Menschen weitere schwerwiegende, oft sogar tödliche Nebenwirkungen herausstellen. (Quelle: Der Heilpraktiker & Volksheilkunde 9/2009)

Beispiel: Contergan. Anfang der 60er Jahre wurden in Deutschland ca. 5.000 contergangeschädigte Kinder geboren. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Kindern, die während der Schwangerschaft bereits starben. Contergan war vorher an Tieren getestet worden. Allerdings gab es bei den Tieren keine Missbildungen! Im Nachhinein hat man versucht, die Missbildungen im Tierversuch zu reproduzieren. Dies gelang jedoch nur bei zwei (seltenen) Tierarten, nämlich beim Neuseeland-Kaninchen und bei einer Affenart. "Bei allen möglichen anderen Tierarten von der Maus über Schwein [...] waren keine missbildenden Eigenschaften festzustellen." (Quelle: Gericke 2005)

Ein weiteres Beispiel ist die AIDS-Forschung. Viele argumentieren, dass wir zur Erforschung von AIDS unbedingt Tierversuche benötigen. "In der tierexperimentellen Medizin werden Tiere künstlich krank gemacht, um dann potenzielle Wirkstoffe an ihnen zu testen. Bei AIDS klappt schon der erste Schritt nicht. Denn es gibt praktisch keine Tierart, welche die menschliche Form der Immunschwäche entwickelt." (Quelle: Gericke 2005)

Auch die Erfindung des Insulins basiert nicht, wie so oft angenommen, auf Tierversuchen. Im Gegenteil: "Tierversuche haben insgesamt der Diabetesforschung eher geschadet als genützt, da sie Anlass zu falschen Theorien gab." (Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.) Wer hierüber mehr erfahren möchte, kann dies detailliert auf dieser Seite nachlesen.

 

Wieso gibt es Tierversuche dann immer noch?

Ein Drittel aller Tierversuche werden für die so genannte Grundlagenforschung durchgeführt.
Corina Gericke beschreibt den Teufelskreis in Der Heipraktiker & Volksheilkunde 9/2009 wie folgt: "So wird denn auch die Qualität eines Forschers nicht daran gemessen, wie vielen Menschen er geholfen hat, sondern an der Menge seiner Fachpublikationen. Nur mit einer langen Liste von Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften kann man sich in der Wissenschaft profilieren. Von der Publikationsliste ist die Höhe der Forschungsgelder abhängig. Diese werden in neue Tierversuche gesteckt, die wieder eine neue Publikation ergeben. Dieses absurde System erhält sich selbst und verschlingt UNsummen an Forschungsgelder, Drittmittel oder Stipendien, ohne dass etwas Sinnvolles für kranke Menschen dabei herausstellt."

 

Was kann ich persönlich tun?

Leider wird man keine Medikamente finden, die nicht an Tieren getestet wurden. Aber zum Beispiel im Bereich der Kosmetik kann man ethisch gewissenhaft einkaufen. Zertifizierte Naturkosmetik ist zum Beispiel garantiert tierversuchsfrei.

Wichtig ist zu wissen, dass Kosmetik in Deutschland zwar nicht an Tiueren getestet werden darf, dafür aber deren Inhaltsstoffe. Daher leiden und sterben weiterhin jedes Jahr weiterhin Tiere für die Entwicklung von Lippenstifts und Hautcremes.

Eine Liste von Herstellern von Naturkosmetik findet man zum Beispiel hier. Gesünder für die Haut ist es ebenfalls.

 

Was kann ich sonst noch tun?

  1. Sich informieren!

  2. Andere auf dieses Thema aufmerksam machen: Familie, Freunde und Bekannte zum Beispiel.

  3. Aktiv werden: Zum Beispiel Unterschriften sammeln oder einer Organisation beitreten.
    Wir unterstützen zum Beispiel den Verein Ärzte gegen Tierversuche.

 

 

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